Mein Herz ist ein Pendel…


Mein Herz fing an auszuschlagen als ich 16 war…ich näherte mich langsam dem anderen Geschlecht, es war faszinierend, kribbeln am ganzen Körper, erste zarte Küsse, erste sachte Berührungen…und wie in dem Lied, so auch bei mir, verliebt, Trennung, kleiner Schmerz, neue größere Liebe, viel neues erlebt, mit 18 nach New York geflogen, mein Herz schlug extrem aus, und es war das erste richtige Chaos in meinem Leben, meine erste Krise, allein, schwanger, in der Ausbildung, und das mit 19, niemand der mich unterstützte in meiner Entscheidung, und ich ging nicht meinen Weg, sondern den von meinen Eltern…

In den Jahren danach war mein Herz…naja, es schlug aus, es beruhigte sich wieder, lebte ein Leben, was es vielleicht nicht so hätte leben dürfen, und es fand nie wirklich eine Heimat…die meisten Männer, denen ich begegnete waren gebunden oder in einem anderen Land zuhause oder auf den Weg in eine andere Stadt… vielleicht wollte mein Herz niemanden mehr reinlassen…. einen hätte es damals sehr gerne reingelassen, aber auch er war gebunden, und er suchte das Weite, bevor er sich total in mich verliebte…und er war auch der einzige Mann, an den sich mein Herz öfters erinnerte, immer dann wenn es in einer Krise war, vor der Heirat, ab und zu während der Ehe, aber auch kurz vor der Trennung, als es nichts mehr fühlte…so leer war

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Mein Herz ist ein Pendel…

und im Moment schlägt es wieder so wie damals…katapultiert mich ein wenig zurück in die Vergangenheit, aber es sollte nicht so sein, sollte in der Gegenwart bleiben, und sich auf die Zukunft einlassen…schwierig…bin keine 20 mehr, hab viel Chaos in meinem Leben gehabt, viele Krisen überwunden, war oft am Boden, und zog mich wieder nach oben, fand mein Gleichgewicht ….

Ich möchte lachen
möchte  toben,
springen, fliegen,
nach den Sternen greifen.

Ich möchte singen,
möchte tanzen,
genießen, mich erfreuen,
nach dem Leben greifen.

Ich möchte lieben
möchte Frau sein,
zärtlich, leidenschaftlich,
nach der Liebe greifen.

© Lydia Michel

 

Das schrieb ich in der Zeit als ein Mann nicht nur mein Herz berührte ,sondern auch meine Seele…da schrieb ich sehr viel, was ich früher nie tat. Mein Herz sprudelte nur so voller Liebe, Schmerz, Freude, Traurigkeit, mein Herz war in einem Gefühlschaos, noch nicht wirklich gefühlsmäßig getrennt von meinem Ehemann, aber hatte Gefühle für einen anderen Mann…

Und es fand irgendwann auch wieder für kurze Zeit das Gleichgewicht, aber immer wieder wenn es im Chaos war, dachte es an den Mann aus der Vergangenheit…warum auch immer, er begleitete mein Herz, weil er immer einen Platz darin hatte und immer haben wird…

Das Herz ist ein Pendel…

…wie wahr und würde es nur noch eintönig schlagen, ich denke dann wäre es kurz davor zu sterben…darum lass ich es zu, dieses auf und ab, denn mein Herz findet das Gleichgewicht wieder, hat es schon so oft hinbekommen, auch diesmal…und Gleichgewicht bedeutet nicht eintönig, sondern mit Lachen, Freude, Leidenschaft, Wärme, Liebe…

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Alles liegt vor uns,
alles liegt in uns –
und alles kann sich wandeln.
Unsere Sehnsucht
und unsere Hoffnung
sind der Anfang der Schöpfung.
„Man muss noch Chaos in sich haben,
um einen tanzenden Stern gebären zu können“
© Friedrich Nietzsche

Ich wünsch euch ein wunderschönes verlängertes Wochenende, mit vielen Streicheleinheiten für das Herz und die Seele, lasst euer Herz schlagen, nicht eintönig, sondern im Gleichgewicht mit viel Liebe, Freude, Lachen, Wärme, Leidenschaft…

~~ stellina ~~

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Mein Leben…


Gestern sah ich eine Werbung. Mutter kommt heim, sieht ihren Mann im Garten zu, wie er die Wäsche aufhängt u.s.w.

Ich saß da und überlegte wie ich es schaffte. Ich hatte Jahre dabei, da hatte ich 3 Jobs (Hausbau-Schulden), 3 Kinder und einen Ehemann unter einen Hut zu bringen. Früh um 3 Uhr aufgestanden, Zeitung ausgetragen, heimgekommen, Kinder geweckt, Frühstück, zur Schule bzw. Kindergarten gebracht, in die Arbeit (in einer Praxis als Arzthelferin gearbeitet)…danach Kinder abholen, Hausaufgaben mit ihnen gemacht, gespielt, zu verschiedenen Terminen gefahren, u.s.w. nebenbei noch Wäsche gewaschen,bügeln, kochen, putzen, und dann abends zur Arbeit (Beraterin für Tupperware), heimgekommen, Küche aufgeräumt und dann ins Bett. Irgendwann hatte ich dann die Tätigkeit als Tupperberaterin aufgegeben, nach 10 Jahren, weil mir 3 Jobs doch zuviel wurden. Wie ich überhaupt das alles geschafft habe, ich weiß es schon gar nicht mehr. Und mein Ehemann? Naja, er ging früh in die Arbeit, kam spätnachmittags heim, und dann?? Er kochte, er brachte die Kinder abends ins Bett, wenn ich nicht da war, und ich musste hinter ihm aufräumen, wenn ich abends nach der Vorführung heimkam. Viele Jahre sah ich manches nicht, ich ging halt meiner Arbeit nach…war Mutter, Hausfrau, Putzfrau, und noch vieles mehr und zum Schluss kam „ICH“…Wie heißt es immer so schön: Ich führte ein kleines Familienunternehmen!

Wie schaffte ich das? Für mich immer noch ein Rätsel…aber organisieren war schon immer meins „grins“

Und jetzt? Ich hab schon lange kein Haus mehr, einen Ehemann auch nicht, bin nach München umgezogen, nur noch eine Tochter wohnt bei mir. Okay, mein Sohn braucht noch ab und zu meine Unterstützung, aber langsam bekommt er sein Leben auch alleine in den Griff.

Ich bin erneut arbeitslos, weil es einfach nicht gepasst hat, vielleicht hab ich zu schnell diese Arbeit angenommen, wollte halt nicht arbeitslos sein. Ich merkte aber schon sehr früh, dass sie nicht zu mir passte. Und jetzt such ich erneut, aber es wird immer schwieriger…bin 50, werde 51, hab in den letzten 12 Monaten 3 neue Jobs angenommen, nicht gerade ein toller Lebenslauf, die einen sehen es als flexible an, andere sehen es eher negativ. Was soll ich sagen? Es ist halt so wie es ist, und ich muss hoffen, einen Arbeitgeber zu finden, der es positiv sieht, meinen Lebenslauf.

~~ stellina ~~