Gönn dir einen Stern bei mir

Archiv für März, 2014

Leistungskrieg


In der Welt, in der wir leben,
ist der Leistungsdruck ein Wahn,
wenig nehmen, reichlich geben,
das ist des Menschen Lebensbahn.

Können zeigen und gewinnen,
auf keinen Fall Verlierer sein,
nach dem Absturz neu beginnen,
zusammenfügen, Stein für Stein.

Rackern, schuften, sich beweisen,
so heißt das oberste Gebot,
und auf keinen Fall entgleisen,
nicht auszudenken, diese Not.

Wer trotzdem scheitert und verliert,
steht bald schon auf dem Abstellgleis,
wird mit Gelächter honoriert,
und abgeschoben ganz, ganz leis.

Dabei wäre aus Niederlagen
viel mehr zu lernen als vom Sieg,
aus Erfahrung könnt‘ man sagen,
Schluss jetzt – mit diesem Leistungskrieg.

© Horst Rehmann

Advertisements

Freiheit


„Wage es,

frei zu sein und achte

und schütze die Freiheit aller Anderen.“

© Karl R. Popper


Bild

Schönes Wochenende


Tulpe


Schönheit


Die Schönheit der Dinge

lebt in der Seele dessen,

der sie betrachtet.

© David Hume


Berufung


Man muss an seine Berufung glauben

und alles daransetzen,

sein Ziel zu erreichen.

© Marie Curie

—-> ab Samstag bin ich in einer Weiterbildung, bei der IHK, Personalwesen


Loslassen


Freiheit und Glück

bestehen im Loslassen,

nicht im Sammeln und Bewahren.

© Wolfgang Joop


Bild

Der Sonne entgegen


Cat-1


Horoskop


Horoskop in der Zeitung, gleich morgens um acht
hast mich heut morgen aus aller Ruhe gebracht

sagst mit blumigen Worten, heut find ich die Liebe
und wenn sie mal da ist, sie ewig dann bliebe

es kommt die Sonne, die ich so lange erträumt
doch sieh meine Wohnung, noch nichts aufgeräumt

Kisten mit Büchern, Geschirr einer Woche
ich müsst neues kaufen, wenn ich mal koche

ab jetzt ist das anders, da mach ich gern sauber
freu mich des Lebens, romantischer Zauber

ich schrubbe die Küche, bring den Abfall zum Hof
wenn den Tag heut nicht nutze, dann wär ich doch doof

den Flur schnell gefegt, kauf Käse und Wein
und dann noch Champagner, denn so muß es sein

nun sitz ich im Sessel, und schau auf die Uhr
du goldene Fee, wo bleibst du denn nur

die Uhr schlägt zwölfmal, der Tag ist vorbei
ich schau nur dumm drein wie ein Schneemann im Mai

nehm nochmal die Zeitung, es ist ein Qual
die Sterne sie lügen, ein ganz klarer Fall

wie wird mir nun anders, ich fasse es kaum
bin ich schon wach, oder ist’s noch ein Traum

„was bin ich so doof“, muß ich laut lästern
und in meiner Hand die Zeitung von gestern

© Engelbert Schinkel (*1959), einfühlsamer Seelenfärber


Nimm dir Zeit


Ist Virtualität nur zum Träumen,
was wäre, wenn es würde wahr –
wenn die Gedanken überschäumen,
den Wunsch erleben jetzt hautnah.

Ein jeder steckt in seinen Schuhen,
im Leben an seinen Platz gestellt,
und Träume, die im Herzen ruhen,
möchten wir nicht missen auf der Welt.

Ein Traum und auch die Wirklichkeit
lassen sich manches Mal verbinden.
Mit Ausdauer, Ruhe und genügend Zeit
kann man einen Weg zusammen finden.

© Karin Thießen


Frühling


Still sitzend,

nichts tuend,

kommt der Frühling und das Gras wächst von allein.

Dschuang Dsi
Chinesischer Philosoph