Wasser und Wein


Das Wasser allein macht stumm,
das beweisen im Wasser die Fische,
Der Wein allein macht dumm,
das beweisen die Herren am Tische,
Daher, um keines von beiden zu sein,
trink‘ ich Wasser vermischt mit Wein.

© Johann Wolfgang von Goethe

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Zauber der Natur


Eine ältere Frau ist wie ein guter roter Wein.
Undurchdringbares mystisches Wesen.
Herrlich tief und süß berauschend.
Weich und sanft die Lippen berührend.
Schwerer und köstlicher Moment.
Der Wein und diese Frau.
Beide sind sie einzigartig.
Zu kostbar um beides zu verschenken.
Eine wunderbare Laune der Natur.

Wie der Wein,
wird auch diese Frau
mit den Jahren
nicht nur reifer,
sondern auch erlesener.

In dem,
was sie denkt,
was sie tut,
was sie fordert.

Hat sie doch genossen,
was einer jungen Rebe fehlt…

…die Zeit, um zu wachsen.

© Damaris Wieser

Nichts bleibt ewig…


Nichts bleibt ewig und von Dauer,
alles wird irgendwann vergehn,
täglich liegt die Zeit auf Lauer,
obwohl wir sie nicht optisch sehn.

Beispiel sind die kleinen Sachen,
in unserem kurzen Leben,
heute können wir noch lachen,
morgen wird’s uns nicht mehr geben.

Das schönste Rot wird finstres Schwarz,
Streit dauert keine Ewigkeit,
verblühen wird selbst Rosenquarz,
es dauert, doch es kommt die Zeit.

Auf ewig gibt es auch kein Licht,
es schwindet sogar Traurigkeit,
doch eines endet sicher nicht,
das ist gewiß – Vergänglichkeit.

© Horst Rehmann